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Spitzenforschung und exzellente Lehre – Fachgespräch mit Prof. Engler, Rektor der Universität Tübingen

 „2006 war ein Aufbruchsignal“, sagt Prof. Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen. Als die Universität Tübingen damals bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder nicht berücksichtigt wurde, sei ein Ruck durch die Alma Mater gegangen. Man sei sich einig gewesen, in Sachen Exzellenz-Förderung künftig vorne mitspielen zu wollen. An vielen Stellen sei in der Folge geschraubt worden, z.B. hinsichtlich der Profilbildung und der Priorisierung einzelner Forschungsbereiche. 
Mit Erfolg. Aktuell steht die Universität Tübingen blendend da: Sie ist eng mit dem 2016 gegründeten Forschungsprojekt „Cyber Valley“ verbunden. 2018 warb die Universität bei der aktuellen Exzellenzstrategie drei Exzellenzcluster ein: für die Infektionsforschung, für die Krebsforschung sowie für maschinelles Lernen. 2019 folgte der Zuschlag für die Förderung als Exzellenzuniversität. 
Weit vorne liegt die Universität Tübingen bei der Einwerbung von Drittmitteln – im Bereich der   Geisteswissenschaften mit vier Sonderforschungsbereichen deutschlandweit auf Platz 1. Auch in anderen Bereichen wirbt die Uni so hohe Drittmittel ein, dass es zu einer immer größeren Herausforderung wird, die damit verbundenen zusätzlichen Wissenschaftler in den vorhandenen Räumlichkeiten unterzubringen. Neue Gebäude sind angedacht, konkrete Baumaßnahmen allerdings zeitnah nicht absehbar. „Bei den Themen Bauen und Bausubstanz stehen wir vor riesigen Herausforderungen“, bemerkt dazu Dr. Albrecht Schütte, Vorsitzender des Arbeitskreises Wissenschaft der CDU-Landtagsfraktion. In den vergangenen fünf Jahren habe man deutlich mehr Mittel zur Verfügung gestellt, allerdings fehle es neben dem Geld zunehmend an Baufirmen und der Kapazität bei den Bauabteilungen des Landes.
Herausfordernd sei die Situation auch bei der Serverinfrastruktur und den begrenzten Serverkapazitäten, berichtet Rektor Engler. Das wirke sich zunehmend auf den laufenden Betrieb aus. Dr. Michael Preusch, stellvertretender AK-Vorsitzender, schlägt in diesem Zusammenhang vor, über ein gemeinsames Universitätsdatenzentrum für sämtliche Universitäten im Land nachzudenken, und Schütte ergänzt, dass dies auch außerhalb der Ballungszentren möglich sei, so lange die Abwärme sinnvoll genutzt werden könne.
Im aktuellen Wintersemester setzt die Universität Tübingen überwiegend auf Präsenz. Das sei möglich, weil über 90 Prozent der Studierenden geimpft seien. Mehr als zwei Drittel der Studierenden würden Präsenzveranstaltungen bevorzugen. Zugleich lege man großen Wert auf gute hybride Angebote. „Über 70 Prozent der digitalen Angebote erhalten bei Evaluationen eine gute oder sehr gute Bewertung“, so Kanzler Dr. Andreas Rothfuß. 
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