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Beirat für Innovation und Digitalisierung im Austausch zu Innovationen im Mittelstand

„Wirtschaftlicher Erfolg hat in Baden-Württemberg bekanntermaßen Tradition. Aber die Stärke unserer Wirtschaft und ihre Innovationskraft müssen immer wieder neu erarbeitet werden. Das gilt umso mehr, als wir uns inmitten eines tiefgreifenden Umbruchs befinden. Es geht darum, den Strukturwandel zu meistern und das Industrieland Baden-Württemberg langfristig stark aufzustellen. Als Beirat für Innovation und Digitalisierung ist der Bereich Innovation ein wichtiges Themenfeld. Denn Innovation ist der Schlüssel für den Wohlstand der Zukunft“, so die Beiratsvorsitzende Sarah Schweizer MdL zur Wahl des Themas im Beirat. Mit gleich vier spannenden Referenten wurde die Beiratssitzung durch informative und kurzweilige Impulse bereichert.
Christian Rauch als Leiter der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit gab einen guten Einblick in die aktuelle Themenbandbreite. „Weiterbildung ist inzwischen ein betriebswirtschaftlicher Gelingensfaktor und Weiterbildung ist Enabler für Innovation. Man muss Wissen haben, bevor ich die Technologie habe“, so Rauch.  Rauch stellte dar, dass die Ausbildungs- und Studienquote der letzten 10 Jahre komplett stabil sei. Aber die Anzahl der jungen Menschen sinkt kontinuierlich (demographischer Faktor). „Wir sind in Deutschland aber noch nicht in der Lage, die Potenziale der jungen Menschen voll auszuschöpfen“, so Rauch. 
Dr. Gunther Wobser, geschäftsführender Gesellschafter der Firma LAUDA im Taubertal,  ist Unternehmer mit Leib und Seele. Mit über 500 Beschäftigten ist der Weltmarktführer für Temperiergeräte ein echter Motor im Bereich von Innovation. Auch ist es Wobser wichtig, digitale Geschäftsmodelle neu zu denken. So habe das Unternehmen auch eine eigene Infrastruktur mit einer Cloud hergestellt. Wichtige Impulse seiner Arbeit nahm Wobser auch durch seinen einjährigen Aufenthalt im Silicon Valley mit. Daneben plant der Mittelständler mit der „Brainstation“ im ehemaligen Bahnhof Lauda ein Innovationszentrum auf der wichtigen Achse zwischen Würzburg und Heilbronn. 
Auf die Innovationsstrategie des Landes und was das Land konkret bisher schon macht ging Dr. Arndt Oschmann, Referatsleiter im Wirtschaftsministerium, ein. Oschmann betonte auch, man müsse die Anstrengungen verstärken, Digitalisierung, KI, Industrie 4.0, nachhaltige Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Ressourceneffizienz, Energiewende und nachhaltige Bioökonomie. 
Volker Schiek vom Landesnetzwerk Mechatronik brennt „voller Ideen“. „Made in Germany“ ist ein weltweit geachtetes Zeichen für Technologie auf höchstem Niveau, so Schiek. „Hier haben wir alles, um im Ranking der Technologiestaaten ganz vorne mitzuspielen. In der Realität gibt es bei uns aber immer weniger wirkliche Innovationen und in den entscheidenden Technologien fallen wir weltweit zurück. Und wenn die Technologie als innovativ eingestuft wird, scheitert es an der Umsetzung“, so Schiek. Es gehe nicht nur um das Sehen von Problemen, sondern die Chancen hinter einer Idee. Besonders stelle er das „Haus der Möglichkeiten“ in Göppingen als Mission heraus: Das „HdM“ ist als Technologie-, Innovations-, Transfer- und Dienstleistungsschmiede eine zentrale Anlaufstelle für Interessenten, Beratungssuchende, Innovatoren, Ideengeber, Lösungssucher aus den Unternehmen jedweder Konstellation, branchen- und disziplinunabhängig. Ziel sei umsetzen, entwickeln, analysieren, optimieren, qualifizieren, präsentieren und kooperieren. 
In der spannenden und kurzweiligen Diskussion wurden noch weitere Themen vertieft und besprochen. Ansgar Mayr MdL gab anschließend noch einen Ausblick auf die nächste Beiratssitzung im September, die sich dann schwerpunktmäßig mit der Digitalisierung im Bildungsbereich beschäftigen wird. 
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