Cannabis im Straßenverkehr – die Zahlen sind ein Weckruf

Die Landesregierung hat auf einen Antrag der CDU-Landtagsfraktion zur Verkehrssicherheit bei Cannabis ihre aktuellen Zahlen vorgelegt. Dabei zeigt sich: Die bislang bekannte Zahl von Cannabisfahrten bleibt auf hohem Niveau. Neu ist insbesondere die aktualisierte Unfallzahl: Statt bislang 488 werden nun 508 Verkehrsunfälle unter Cannabiseinfluss für den Zeitraum April 2025 bis März 2026 ausgewiesen. Das entspricht einem Anstieg von 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Zu den aktuellen Zahlen zu Cannabis im Straßenverkehr erklärt die drogen- und suchtpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Katrin Merkel MdL:

„Die nun vorliegende Stellungnahme verschärft das bekannte Bild: Seit der Cannabis-Teillegalisierung zeigt die Entwicklung in Baden-Württemberg in die falsche Richtung: Die Zahl der registrierten Fahrten unter Cannabiseinfluss ist von 6.208 auf zuletzt 6.978 gestiegen. Noch entscheidender ist die Entwicklung bei den Verkehrsunfällen: Ihre Zahl hat um 12,9 Prozent auf 508 Fälle zugenommen.

Es ist gut und richtig, dass Baden-Württemberg bereits in Prävention, Aufklärung und folglich auch in Kontrollen investiert. Die aktuelle Entwicklung zeigt aber, dass wir unsere Maßnahmen überprüfen und dort nachschärfen müssen, wo sie noch nicht die gewünschte Wirkung entfalten. Gerade jungen Menschen müssen wir unmissverständlich vermitteln: Wer Cannabis konsumiert, gehört nicht hinters Steuer.

Kritisch sehe ich zudem die Anhebung des THC-Grenzwertes auf 3,5 Nanogramm im Blutserum. Ein höherer Grenzwert darf niemals als Freifahrtschein für Cannabis am Steuer verstanden werden. Gleichzeitig brauchen wir mehr Transparenz darüber, welche Konsequenzen Cannabisfahrten für die Fahrerlaubnis haben.

Die CDU hat die Cannabis Teillegalisierung der Ampel von Anfang an abgelehnt. Die aktuellen Zahlen zeigen einmal mehr, dass die damalige Reform die falschen Signale gesetzt hat. Wenn sich der negative Trend fortsetzt, muss der Bund die Teillegalisierung korrigieren. Verkehrssicherheit muss Vorrang haben. Unser Ziel bleibt die Vision Zero: keine Toten und keine Schwerverletzten auf unseren Straßen.“

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